Ein KI-Agent ist eine künstliche Intelligenz, die nicht nur antwortet, sondern selbstständig mehrere Schritte ausführt, um ein Ziel zu erreichen – sie plant, nutzt Werkzeuge (Websuche, Dateien, Programme), prüft Zwischenergebnisse und arbeitet weiter, bis die Aufgabe erledigt ist.
Chatbot vs. Agent: der Unterschied
Ein klassischer Chatbot beantwortet eine Frage und wartet auf deine nächste Eingabe. Ein Agent bekommt einen Auftrag – „Recherchiere die fünf besten Angebote und stelle sie in einer Tabelle zusammen“ – und erledigt die nötigen Einzelschritte selbst: suchen, Seiten lesen, vergleichen, Tabelle bauen. Grundlage ist auch hier ein LLM; der Unterschied liegt darin, dass es in einer Schleife läuft: planen → handeln → Ergebnis prüfen → nächster Schritt.
Was macht einen Agenten aus?
- Werkzeuge (Tools): Zugriff auf Websuche, Dateien, Code-Ausführung oder externe Dienste – erst dadurch kann die KI wirklich handeln.
- Planung: Der Agent zerlegt den Auftrag in Teilschritte und passt den Plan an, wenn etwas nicht klappt.
- Ausdauer: Er arbeitet über viele Schritte hinweg, statt nach einer Antwort zu stoppen.
Beispiele aus der Praxis
Deep-Research-Funktionen, die eigenständig dutzende Quellen auswerten und einen Bericht schreiben; Coding-Agenten, die Fehler in Software finden und beheben; Assistenten, die E-Mails sichten und Termine vorschlagen. Aktuelle Angebote der Anbieter findest du in der Kategorie KI-Funktionen & Möglichkeiten.
Worauf solltest du achten?
Je selbstständiger die KI, desto wichtiger die Kontrolle: Ein Agent kann auch selbstständig Fehler machen – etwa auf Basis einer Halluzination weiterarbeiten. Gute Agenten-Anwendungen zeigen deshalb ihre Zwischenschritte und fragen bei folgenreichen Aktionen (etwas kaufen, löschen, versenden) nach.
Verwandte Begriffe
LLM · Prompt · RAG · Zum ganzen KI-Glossar